Die Sache mit dem Bundespräsidenten scheint ja jetzt endlich ausgestanden. Vermutlich. Oder? Ne, anscheinend doch nicht! Die Bild und der Spiegel haben noch was auf Lager:”..Nach dem TV-Interview von Christian Wulff ergeben sich neue Fragen: Hat der Bundespräsident darin womöglich nicht die Wahrheit gesagt? Er behauptet, dass er die Berichte über die Finanzierung seines Hauses nicht unterbinden wollte. Doch die “Bild” bleibt bei ihrer Darstellung..”.
Das Wulffgate wird vermutlich eine andere unendliche Geschichte.
Aber WARUM?
Ich verstehe die Härte der Berichterstattung nicht?
Ich verstehe nicht, was die Presse gerade antreibt, das Amt des Bundespräsidenten nachhaltig zu zerfetzen?
Warum das alles? Was will die Presse damit erreichen?
Eine eventuelle Erklärung für das Verhalten der Presse im Fall Wuffgate könnte durchaus sein, dass die Presse irgendwie ihre Meinungsführerschaft unter Beweis stellen will.
Mittlerweile glaube ich das allerdings nicht mehr bzw. da muss mehr sein. Zuletzt wurde ja der Anruf von Wulff bei einem Springervollpfosten zu einem Angriff gegen die Presse moralisiert. All das kommt erst “so nach und nach” raus. Hahahahaha… Dass genau das massiv stinkt, sollte eigentlich jedem klar sein. Wir werden gerade Zeuge davon, wie die Presse aus irgendwelchen Gründen das höchste Amt in Deutschland mit miesen propagandistischen Mitteln ins Klo schüttet. Um es mal so zu formulieren: Jeder der irgendeinen Springerfuzzi bedroht bzgl. irgendeines Berichts den Springer plant, müsste mit einer Ehrenmedaille und einem festen Schulterklopfen ausgezeichnet werden. Die Springerpresse geht seit ihrem Bestehen blutstapfend und mordend durch ihr “Medienreich”. Es gibt kein schlimmeres Hetzorgan in Deutschland. Eigentlich müsste die Bundeswehr, jedes mal wenn die Bild wieder irgendeinen Menschen “geopfert” hat, in einer Nacht -und Nebelaktion die Redaktionsräume besetzen und die “Bild-Redakteure” und “Bild-Journalisten” festsetzen. Also eigentlich. Das wäre auch kein Angriff gegen die Presse, sondern maximal Notwehr gegen eine Anti-Demokratische-Terrorzelle im eigenen Land. Das ist die Wahrheit. Und sämtliche Verlage, wie SZ, FAZ, Die Zeit, Spiegel (Spiegel Online) usw. usf. wissen das auch eigentlich. Trotzdem blasen sie alle mit in das Hetzhorn.
Und genau hier muss die Frage gestellt werden, WARUM?
Warum arbeiten gerade alle anderen Presseorgane gemeinsam in der Sache Wulff?
Ich kann das nur noch als Angriff der Presse gegen die Regierung werten. Ich vermute, dass die Presseorgane die Regierung erpressen will, in dem sie ihr zeigt, dass die Presse noch immer so stark ist, wie vorher, also vor dem Internet. Und anscheinend hat die Presse sich das höchste Amt dafür ausgeguckt, weil sie schon länger wissen, dass der Wulff früher als Ministerpräsi nicht ganz die “Wahrheit” sagte.
Es liegt Nahe, dass die Presse eine Rechnung mit der Regierung zu begleichen hat. Und ich vermute, die Rechnung die die Verleger gerade in Form der Wulffhetze vorlegen ist für die zögerliche Umsetzung ihrer Bestrebungen für ihr “Leistungsschutzrecht für Presseverleger”. Denn so richtig kommt das nicht in fahrt. Denn die Regierung aka die CDU/CSU kann es sich im Moment nicht wirklich leisten dieses “Leistungsschutzrecht für Presseverleger” wirklich so vollumfänglich umzusetzen, wie die Verleger dies fordern. Die CDU/CSU hat ein massives Imageproblem, gerade auch durch das Zensursulagate verursacht, welches sie nach wie vor nicht wieder losgeworden ist. Parteien können ein solch mieses Image nicht auf Dauer tragen, denn dann verlieren sie den “Nachwuchs”-Wähler, weil der sich eben nicht mehr durch die klassische Presse informiert, sondern via Internet. Und im Internet ist die CDU/CSU die nächsten Jahre durch. Da kann sie kaum mehr Punkten. Und genau in dieser Spannungslage, also dem miesen Image der CDU/CSU im Internet, kommen die Verleger und fordern ihr “Leistungsschutzrecht für Presseverleger”, also eine andere Form der Zensur, um irgendwie die davonschimmenden Felle doch noch retten zu können.
Würde die CDU/CSU, also die jetzige Regierung, die Zensur-Forderungen der Presseverleger tatsächlich umsetzen, wäre das auch der absolute online Todesstoß für CDU und CSU. Der dann folgende Shitstorm würde das eh schon angeschlagene Image vermutlich für die nächsten 20 Jahre killen. Die CDU/CSU würde sich dann in Zukunft nur noch auf die klassische Wählerschaft stützen können, aber das Problem dabei ist eben, dass die klassische Wählerschaft entweder auch schon Online ist oder eben kurz davor. Und wer das Internet erst mal für sich entdeckt hat, der wird eben immer mehr dort auch Meinungen lesen und interpretieren und also auch irgendwann den Shitstorm gegen die CDU/CSU “entdecken” und sich dann vermutlich evtl. doch für eine andere Partei entscheiden.
Kurz: Die CDU/CSU kann in der jetzigen Situation nur noch mehr verlieren, wenn sie dem Bestreben der Verleger nach ihrem Zensur-”Leistungsschutzrecht für Presseverleger” nachgibt.
Und genau an dieser Stelle befinden wir uns vermutlich gerade. Die Presseverleger zeigen der Regierung gerade, wie sie wegen Nichts das höchste Amt im Land zerfetzen kann und es auch hat. Der Bundespräsident, also das Amt, ist vermutlich für die nächsten Jahre zerstört worden. Wulff dürfte nur ein Bauernopfer in dem Kampf der Presse sein, ihn hats vermutlich nur deshalb erwischt, weil die Presse der zögernden Regierung sagen will:”Guckt her, wir werden einen von euch opfern, wegen einer Lappalie. Und wir wissen über euch viel mehr, viel schlimmere Dinge, die wir bisher allerdings stillschweigend untern Tisch fallen liessen, weil wir ja eigentlich gut miteinander gearbeitet hatten die letzten Jahrzehnte. Aber das höchste Amt im Lande werden wir zerstören. Und dann euch! Geht auf unsere Forderungen ein, ansonsten seid ihr die Nächsten!”.
Was wir alle gerade also sehen, ist quasi der Todeskampf der klassischen Presse. Denn die Felle sind längst davongeschwommen. Sie sind faktisch weg. Die Verleger versuchen jetzt nur irgendwie den Rest “zu retten”, in dem sie wahnwitzige Gesetzesänderungen zu ihren Gunsten fordert. Mithin sagt die Presse gerade für jeden von uns hörbar:”Guckt wir sterben gerade, aber wir nehmen die Politiker alle mit in unserem Todeskampf, weil sie uns nicht helfen wollen!”.
Eigentlich eine traurige Sache!
Allerdings sollten ein paar wichtige Fragen an alle beteiligten Verleger und Redaktionen gestellt werden:
1. Hat ihre Redaktion an der Wulffgate-Sache mitgearbeitet, um die Regierung zu erpressen bzgl. der schnelleren Einführung des “Leistungsschutzrechts für Presseverleger”?
2. Gibt es zwischen ihrer Redaktion/Verleger ein irgendwie geartetes Abkommen mit anderen Redaktionen/Verlegern, um Hand in Hand das Wulffgate zu pushen?
3. Seit wann wird die Regierung durch ihre Redaktion/Verleger erpresst?
4. Um welche Summen geht es eigentlich?
Das Schlimme ist ja, der Verdacht liegt nicht nur Nahe, er drängt sich quasi prügelnd auf. Die Redaktionen/Verleger rückten in der Sache Wulffgate immer nur Stückchen für Stückchen mit ihrem Wissen raus und hängten schnell noch den Satz an:”..Da darf ejtzt aber nichts Neues mehr rauskommen, denn dann..”, um das Ding immer am köcheln halten zu können. Uns wurde das als “Recherche” verkauft, obwohl viele der Fakten schon länger in den Redaktionen bekannt waren. Das ist Salamitaktik. Und zu dem eine fiese Propagandaschlacht.
Und was machen die User im Netz? Sie plappern alles unreflektiert nach, was die beteiligten Verlage so vorsetzten. Werdet mal wach! Die Verlage, also die klassische Presse, ist nicht auf eurer Seite und zu eurem Schutz da, ganz im Gegenteil. Da geht es nur um Umsätze und Gewinne. Die Presse hat längst ihre Beobachterposition gegen Auflage verkauft. Wenn die Wulffsache durch ist, werden die so weitermachen, wie bisher, denn die Politiker sind zu 100% abhängig von der Presse und die Presse weiß das.
Zu Wulff kann man nur sagen, tja, Pech gehabt Alter! Politiker die mit der BILD tanzen, werden eben am Ende des Tages von der BILD gefickt, ob sie das wollen oder nicht.
PS: Wenn von meinen Vermutungen auch nur ein Hauch stimmen sollte, dann muss das massive Konsequenzen haben! Um die Freiheit der Presse auch in Zukunft zu schützen, darf es allerdings keine Gesetze geben, sondern eben nur eine deutlich konsequentere Umsetzung des Pressekodexes. Mit massiven Strafen. Denn nur wenns an die Kohle geht, werden die Verlage einlenken und eben nicht mehr über jegliche Leiche gehen! Die Politik, die Politiker, sollten sich also Fragen, ob sie sich in Zukunft auch noch erpressen lassen wollen! Das ist für eine Demokratie immer schädlich!